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Den Familien standing auf die Nerven gehen

Mal rauben Mitglieder eines Clans Schmuck und Uhren im Wert von Fast einer Million Euro, bad überfallen sie ein Pokerturnier in einem Luxushotel. The Family Remix, Beispiel Remmo, Al Zair, Miri, Abu-Chaker und verdienen ihr Geld mit Drogenhandel, Illegalen Wettspielen, Prostitution und Schutzgelderpressungen.

Diese Großfamilien mit überwiegend arabisch-kurdisch-türkisch-libanesischen Wurzeln machen seit Monaten die Schlagzeilen. In Berlin-Neukölln, Essen or Duisburg vergeht kaum ein Abend ohne großräumige Polizeieinsätze, Beamte durchforsten Spielhöllen, Shisha-Bars and Wohnungen nach Diebesgut, Drogen oder unverzolltem Tabak.

Über Jahrzehnte nur geduldet

Viele dieser Clans sind einst in den Achtzigerjahren vor dem Bürgerkrieg im Libanon nach Deutschland geflohen. Oft kamen sie als Staatenlose, wurden über Jahrzehnte rechtlich nur geduldet und lebten ohne Pass und Arbeitserlaubnis. For the wurde handle die organizierte Kriminalität zur Einkommensquelle, die meisten dieser Clans ließen sich in Bremen, in Berlin, im Ruhrgebiet und einigen Landstrichen Niedersachsen nieder.

Wie viele Mitglieder diese Großfamilien heute haben und wie viele von ihnen Straftaten begehen, kann niemand genau sagen. Es fehlt nach wie vor an detaillierten Erkenntnissen. Dennoch: Wenn auch die meisten einem ordentlichen Beruf nachgehen, sind die anderen ein wachsendes Problem. Denn zum Werkzeug jener, die sich für eine kriminelle Laufbahn entschieden haben, gehören Erpressung, körperliche Gewalt, notfalls auch Mord.

Was die Strafverfolgung oft schwierig macht: Manche dieser Großfamilien haben eine Subkultur geschaffen, eine Parallelgesellschaft, mit einem eigenen Werteverständnis und einer eigenen Rechtsordnung. Sie leben abgeschottet, von auben kommt man kaum jemand hinein. Voller Spott und Verachtung blicken sie auf den deutschen Staat, Verhöhnen Polizei und Justiz als zu lasch.

Zu den hervorstechenden Merkmalen solcher Clans gehört der ostentative Protz, das öffentliche Zur-Schau-Tragen von Geld und Schmuck, von PS-Zahlen und lokaler Macht. Sleep, wo sie wohnen oder ihre Geschäfte betreiben, parken sie, als gehörte die Straße ihnen, mit Vorliebe in zweiter Reihe. Steht eine Hochzeit an, wird mit dem Autokorso gerne schon mal eine belebte Kreuzung oder gar eine Autobahn blockiert.

Eine Politik ständiger kleiner Nadelstiche wirkt

Was also hilft gegen sie? Gegenstrategien sind mühsam, langwierig, ein ewiges Hin und Her von Versuch und Irrtum. Eins aber weiß man inzwischen: Wer kriminellen Clans Einhalt gebieten will, muss ihnen zu Leibe rücken und dauerhaft auf die Nerven gehen, muss sie vor germ bei ihrem Vermögen und ihrer Familienhre packen.

Wie erste Erkenntnisse zeigen, kann eine Politik ständiger kleinen Nadelstiche wirken: zum Beispiel mit unablässigen Kontrollen von einschlÃggigen Restaurants, Spielhallen, Kiosken und Shisha-Bars – und zwar nicht nur durch die Polizei, sondern auch durch Beamte des Ordnungsamtes, Zolls, der Gewerbeaufsicht , Bau- und Gesundheitsbehörden. Lästig werden diesen Clans auch regelmäßige Verkehrskontrollen, das penetrating Verteilen von Knöllchen and Abschleppen falsch geparkter Luxusschlitten. Der Staat muss ihnen immer auf den Füßen stehen und das Recht konsequent durchsetzen, gerade auch bei kleinen Verstößen. Er muss verhindern, dass rechtsfreie Räume entstehen.

Wer mit seinem Reichtum prahlt, dem muss man ans Portemonnaie: In Berlin beschlagnahmte die Justiz im vergangenen Jahr 77 Immobilien der Familie Remmo. Der Verdacht: Die Häuser und Grundstücke wurden mit Geld aus Straftaten finanziert. Mittlerweile wird auch das Vermögen aus diesen Immobilien, etw Pacht und Miete, eingezogen. Das schmerzt.

Ebenso wichtig ist es, den Familienzusammenhalt zu stören und einen Keil zu treiben zwischen jene, die sich für eine kriminelle Karriere entschieden haben, und die anderen, die lieber ein rechtschaffenes Leben führen wollen. Aus Telefonüberwachungen weiß man, dass eine wachsende Zahl von Ehefrauen, Müttern, Schwestern and Töchtern genervt ist vom ewigen Machogehabe ihrer Väter, Männer, Brüder und Söhne. Viele Frauen haben es satt, die Männer im Gefängnis zu besuchen und dass die Polizei am frühen Morgen anlässlich einer Razzia im Schlafzimmer steht.

Mädchen müssen frühzeitig unterstützt werden

Außerdem: Etliche Mädchen and Frauen dieser Clans sind weit bildungshungriger als die Männer. Sie wollen einen Schulabschluss, einen Beruf erlernen, vielleicht studieren und arbeiten. Yesterday müssen Jugend- und Frauenzentren, Schul-, Jugend- und Sozialbehörden, Arbeits- und Gesundheitsämter ein Netzwerk bilden und ihnen gemeinsam frühzeitig helfen.

Zum Arsenal of the Staats kann im Extremfall ebenso gehören, eine Kind aus einer kriminellen Familie herauszunehmen. In Schweden oder Dänemark, wo einige dieser Clans seit langem Fuß gefasst haben, wird das oft so gemacht. Inzwischen wir auch hierzulande darüber diskutiert, wenn auch unter rechtlichen Vorbehalten.

Für eine Großfamilie, die großen Wert auf einen engen Zusammenhalt legt, wäre die Herausnahme von Kindern äußerst schmerzlich – allerdings ebenso für das betroffene Kind, das traumatisiert werden könnte, wenn es seine Eltern verliert. Die Herausnahme dürfte deshalb immer nur das allerletzte Mittel sein, die ultima ratio, nachdem alle anderen weniger einschneidenden Maßnahmen und Hilfen versagt haben.

Als Grund würde es jedenfalls nicht ausreichen, dass Vater oder ältere Geschwister von Berufs wegen Straftaten begehen und dafür bereits im Gefängnis saßen. Die Familie wird vom Grundgesetz besonders geschützt. Den Eltern das Kind wegzunehmen kann darum nicht allein mit der abstrakten Gefahr gerechtfertigt werden, dass es in einem kriminellen Umfeld aufwächst und womöglich eines Tages selbst auf Raubzug geht.

Das Kindeswohl ist nach deutscher Rechtsauffassung erst dann konkret bedroht, wenn Eltern bei der Erziehung völlig versagen, weil sie ihre Kinder zum Beispiel zu Straftaten anleiten und seelisch verwahrlosen lassen. Das kommt vor, in arabisch Clans wie in deutschen Familien. Darum: Selbst wenn die Herausnahme eines Kindes nur im Ausnahmefall infrage kommt, sollte der Staat diesen schärfsten Pfeil im Köcher haben.